Arbeitsplatz Klinik: Attraktiv für jüngere Ärzte?

Arbeitsplatz Krankenhaus

Man würde ja gerne mal Mäuschen spielen und belauschen, wie junge Ärztinnen und Ärzte mit Freunden über ihren Arbeitsplatz in der Klinik sprechen. Einfacher wäre es natürlich, als Krankenhaus-Geschäftsführer oder Chefarzt direkt mit seinen Ärzten zu sprechen, aber natürlich ohne mit alternativlosen Sachzwängen oder „so läuft es bei uns eben“ jede Regung zum Wandel zu ersticken. Worauf sollten sie dabei achten? Als erstes hilft eine Begriffsklärung:

Zufriedenheit – Abwesenheit von Unzufriedenheit oder Raum für persönliche Entwicklung?

Zufriedenheit hat zwei Seiten: (1) Ich bin nicht unzufrieden. Eine Situation oder ein Prozess fällt mir nicht weiter auf, es läuft eben. (2) Ich fühle mich zufrieden und bin meinem Anspruch oder Ziel ein Stück nähergekommen. Dieser zweite Zustand klingt deutlich attraktiver. Dumm nur, dass er nur dann eintritt, wenn es keine latente Unzufriedenheit mit Dingen gibt, die in die erste Kategorie fallen. Mancher denkt jetzt an den Psychologen Abraham Maslow (1908-1970) mit seiner Maslowschen Bedürfnispyramide. Erst wenn die Bedürfnisse auf einer niedrigen Ebene erfüllt sind, beispielsweise Stabilität, Angstfreiheit oder Zugehörigkeit („Defizitbedürfnisse“), kommen die Bedürfnisse auf der nächst höheren Ebene ins Spiel („Wachstumsbedürfnisse“). Das sollten wir uns klarmachen, bevor wir darüber nachdenken, was Mitarbeiter denn motivieren könnte.

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